Wie im Film

Ein sehr gelungenes deutsches Cover, ein ins Auge springende Original und ein weiteres Original, das bei mir zu Schwindel führt. ;) So oder so ähnlich lassen sich die drei Cover zu dem Buch "Night Film" von Marisha Pessl bzw. "Die amerikanische Nacht" kurz beschreiben. Das Buch ist übrigens das zweite Werk der Autorin, die schon mit "Special topics in calamity physics" (Die alltägliche Physik des Unglücks) für Aufsehen gesorgt hat.

Quelle deutsches Cover: http://www.fischerverlage.de/buch/die_amerikanische_nacht/9783100608048

Ich habe das Buch gerade vor mir in der mittleren Covervariante liegen und bin damit zufrieden, hätte ich das Buch nicht in seiner Originalsprache lesen wollen, hätte ich diesmal aber tatsächlich zur deutschen Ausgabe gegriffen, denn hier begeistern mich die Farbgestaltung, die verwendete Schriftart und die Platzierung der einzelnen Elemente auf den Titel, das Cover ist für mich praktisch perfekt. 

Meine Version wirkt dagegen einen Tick langweilig, ist aber immer noch gut. Ich mag, dass man Titel und Autorenname im Großformat über das gesamte Cover gesetzt hat, dadurch wurde ein spannender Effekt erschaffen.

Mit dem linken Cover kann ich leider nicht so viel anfangen, beim Blick auf das Cover entsteht bei mir immer ein leichter Anfall von Schwindel. :) Weder die Platzierung des Textes, noch das eigentliche Motiv finde ich hier besonders und anziehend, aber glücklicherweise hat man als Leser mal wieder die freie Wahl.

Gefällt euch die deutsche Variante auch am besten?

Wie im Albtraum?

Zwei Cover und keines kann mich so richtig begeistern. Heute soll es um "The nightmare affair" von Mindee Arnett gehen, das Buch wird in Deutschland als "Midnight Academy - Die Traumjägerin" erscheinen und zumindest der Inhalt hat mir im Original gut gefallen.

Quelle deutsches Cover: http://www.randomhouse.de/Paperback/Midnight-Academy-Die-Traumjaegerin-Roman/Mindee-Arnett/e431959.rhd

Das Originalcover dagegen nicht so sehr, es wirkt unfertig und als hätte man sich nicht besonders viel Mühe gegeben. In dem Jugendbuch geht es übrigens um allerlei paranormale Wesen und auch ein Mädchen, das zur Häfte ein Albtraum ist. Gerade letzteres mag etwas schwierig darzustellen zu sein, aber besser als auf dem Originalcover sollte es schon gehen. 

Das deutsche Cover wirkt fertiger als das Original, gefällt mir aber auch nicht. Das Cover erinnert an einige von Lyx und sieht in meinen Augen eher wie ein Buch für Erwachsene auch. Über den englischen Serientitel könnte ich mich mal wieder aufregen, aber es bringt ja doch nichts. Im Original ist der Serienname übrigens "The Arkwell Academy", da die paranormale Schule so auch im Buch heißt. 

Vergleicht man nun noch die beiden Kurzzusammenfassungen, habe ich wieder Grund zum Meckern, denn die deutsche ist nicht korrekt. Aber hier zunächst das Original
Sixteen-year-old Dusty Everhart breaks into houses late at night, but not because she’s a criminal. No, she’s a Nightmare.
Literally.
Being the only Nightmare at Arkwell Academy, a boarding school for magickind, and living in the shadow of her mother’s infamy, is hard enough. But when Dusty sneaks into Eli Booker’s house, things get a whole lot more complicated. He’s hot, which means sitting on his chest and invading his dreams couldn’t get much more embarrassing. But it does. Eli is dreaming of a murder.
Then Eli’s dream comes true.
Now Dusty has to follow the clues—both within Eli’s dreams and out of them—to stop the killer before more people turn up dead. And before the killer learns what she’s up to and marks her as the next target.

Und hier die deutsche Version
Wenn dein Traumtyp sich in einen Albtraum verwandelt
Als einziger Nachtalb ist die sechzehnjährige Dusty berühmt und berüchtigt an der Arkwell Academy, einem Internat für normale und magisch begabte Jugendliche. Die Träume ihrer Mitschüler sind ihr täglich Brot, und Dusty hat sich längst an ihre dunkle Berufung gewöhnt. Bis sie eines Nachts an Eli Booker gerät, den attraktivsten Jungen des ganzen Jahrgangs. Auch Dusty kann nicht leugnen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Doch seine Traumbilder gehören zu den düstersten, die sie seit Langem gesehen hat. Er träumt von einem Mord, und als der sich wenig später tatsächlich ereignet, bekommt Dusty es mit der Angst zu tun. Ist Eli selbst der Täter? Oder hat er nur Visionen? Ihr bleibt nur wenig Zeit, die Wahrheit herauszufinden. Denn der Mörder hat sich schon sein nächstes Opfer gesucht …

Lasst uns mal auf Fehlersuche gehen: Die Arkwell Academy ist keine Schule für normale und magisch begabte Kinder, sondern eigentlich nur für magisch begabte. Dusty's Mitschüler sind nicht ihr "täglich Brot" und Eli ist zu dem Zeitpunkt, an dem Dusty an ihn gerät, nicht einer ihrer Mitschüler. Für andere mögen das nur Kleinigkeiten sein, mich ärgern solche Fehler aber sehr. Ich mag diese Art der Unachtsamkeit nicht, vor allem nicht bei Büchern. 


Wie findet ihr die beiden Cover? Und ärgern euch solche Fehler in Kurzzusammenfassungen auch?

Ich kann das Glück schmecken

Zwei Cover zu einem Buch und ich mag sie beide, auch wenn sie auf den ersten Blick sehr unterschiedlich aussehen, doch manchmal passt es einfach. Es geht um den meiner Meinung nach wunderbaren Roman "This is what happy looks like" von Jennifer E. Smith. Das Buch ist ein Liebes- und Jugendroman und sieht wie folgt aus. 

Quelle deutsches Cover: http://www.carlsen.de/hardcover/der-geschmack-von-gluck/25822#Inhalt

Ich mag sowohl das Originalcover, auch wenn es fast ein wenig zu übertrieben glücklich aussieht, als auch das deutsche Cover, das unglaublich viel Lebensfreude und Begeisterung transportiert. Beim Originalcover weiß man sofort, dass es sich um eine Liebesgeschichte handeln wird und das mag ich, auch das Boot und wie das Wasser integriert wurde, finde ich sehr ansprechend. Dagegen ist das deutsche Cover wesentlich schlichter gestaltet, meiner Meinung nach aber genauso gut. Die Farben, das Motiv und die Aufteilung auf dem Cover sind fast perfekt und versprechen einen Jugendroman voller Leben, was will man mehr. Auch den deutschen Titel, "Der Geschmack von Glück", finde ich diesmal überraschend gut gewählt, denn er verspricht eine schöne Geschichte.



Der nächste Roman der Autorin, "The Geography of you and me", wird im Original übrigens nach einem ähnlichen Schema wie "This is what happy looks like" gestaltet sein und ich mag, dass es hier einen Wiedererkennungswert gibt, ohne dass sich die beiden Cover zu ähnlich sehen. Ich bin gespannt, was Carlsen mit dem nächsten Buch der Autorin optisch anstellen wird.

Gefallen euch auch beide Cover?