Ich will dich lieben

Manchmal liest man Bücher und will sie unbedingt lieben, vielleicht weil man den Autoren sympathisch und unterhaltsam findet, vielleicht weil Buchfreunde von den Büchern geschwärmt haben und man die gleichen, tollen Erfahrungen beim Lesen machen will oder weil das Buch von vielen als genial beschrieben wird. 

Alle drei Varianten habe ich bereits erlebt und werde sie bestimmt auch in der Zukunft noch unzählige Male erleben. Auf meinem Buchstapel liegt gerade "Red Rising", ein angeblich geniales Buch. Ob ich es auch lieben werde? Hoffentlich! Aber irgendwie befürchte ich das Gegenteil. Genauso geht es mir auch mit "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. Und ähnlich war es bei "The Hunger Games", ich wollte das Buch lieben, habe es aber noch nicht einmal fertig gelesen, es war schlicht und einfach nicht mein Ding. 

Die Bücher von Tamara Pierce sind auch so ein Fall. Viele meiner Buchfreunde haben sie mir empfohlen und ja, die jeweils ersten Bücher in den Alanna und Beka Cooper Serien fand ich auch genial, den Rest dann aber überhaupt nicht. Und dabei wollte ich begeistert sein, alleine schon um mit den anderen die Bücher zu bejubeln. 

Und Victoria Schwabs Beiträge auf Facebook liebe ich, mit ihrem Buch "Vicious" kam ich aber leider nicht zurecht. Natürlich werde ich ihr noch einmal eine Chance geben, wahrscheinlich wird es auf "The Archived" (hatte ich mal angelesen und dann aber wieder zur Seite gelegt) hinauslaufen. Ich will dieses Buch unbedingt mögen, also drückt mir die Daumen.
Mit Eloisa James ging es mir in der Vergangenheit leider ganz ähnlich. Ihre Beiträge auf Facebook sind immer so unterhaltsam und klasse, ihren Schreibstil in Büchern mag ich dagegen nicht, was habe ich mich darüber geärgert. 


Kennt ihr das? Wolltet ihr bestimmte Bücher auch lieben, es ging aber nicht? Welche Bücher und warum?

Braune Kartons

Unboxing Videos und Posts scheinen momentan sehr beliebt zu sein, gerade auf Youtube. Und mich bringt das zum Nachdenken, denn diese Videos und Posts werden immer als etwas Besonderes dargestellt und zum Teil auch wohl so empfunden, ich frage mich dabei aber, ob ein Buch alleine dadurch, dass es in braunem Karton verpackt bei mir ankommt, spannender ist als ein Buch aus der Buchhandlung. 

Ich kaufe mittlerweile den Großteil meiner neuen Printbücher im Buchladen, einem ziemlich kleinen in der Nähe. Dort hole ich meine Bücher nach der Lieferung ab, manchmal sind sie in eine Papiertüte gepackt, meist aber ganz nackig. So kann ich gleich im Buch blättern, mal schnell ein paar Zeilen lesen und das hoffentlich tolle Cover bewundern. Ich liebe es meine Bücher selbst im Geschäft abzuholen, sie im Idealfall bei deutschen Büchern direkt im Geschäft zu entdecken und mitzunehmen, das gibt dem ganzen eine persönliche Note, die ich mittlerweile sehr zu schätzen weiß, von der ich früher gar nicht wusste, dass ich sie vermisst habe. 

Online bestellte Bücher auszupacken emfinde ich dagegen nicht als besonders spannend, denn die Bücher sind ja keine Überraschung, ich habe sie selbst bestellt und weiß daher, was sich unter der Verpackung versteckt. Und fangt mir erst gar nicht mit dem Öffnen der Verpackungen an, meist bin ich danach so entnervt, dass sich jegliche Vorfreude auf das Buch verflüchtigt hat. Und kommen dann auch noch extrem klebrige Aufkleber des Onlineshops hinzu, ist die Sache komplett gelaufen. 

Also nein, bei mir könnt ihr kein Unboxing sehen, ich habe für mich selbst festgestellt, dass ich das Auspacken von Büchern weder selbst besonders spannend finde, noch anderen dabei zuschauen will, zeigt mir lieber gleich die Bücher, alles andere interessiert mich nicht. 

Findet ihr Unboxings spannend? Bei euch selbst und bei anderen?

Wenn die Chemie stimmt: Lieblingsautoren

Die Bücher meiner Lieblingsautoren vergleiche ich gerne mit guten Freunden, mit denen die Chemie stimmt und zwar schon vom ersten Moment an. Gute Freunde, denen man immer etwas zu erzählen hat, mit denen man sich auch nach Monaten ohne Kontakt sofort wieder gut aufgehoben fühlt, mit denen man unter Garantie immer viel Spaß hat, gute Freunde, die einen berühren, die man nie vergisst. 

Warum ich mich den Büchern bestimmter Autoren näher fühle als anderen, kann ich nur schwer in Worte fassen, wie soll man auch die grandiose Chemie beschreiben, die es zwischen bestimmten Büchern und Lesern geben kann? Genauso wenig kann ich erklären, warum ich mit manchen Menschen von der ersten Sekunde an super klar komme, mit anderen aber nie warm werde, auch wenn es theoretisch gesehen passen sollte.

In meinem Leben gibt es so etwa eine Handvoll Autoren, deren Bücher bei mir eigentlich immer funktionieren, bei ihnen funktionieren sogar bestimmte Handlungsstränge, die mir sonst Probleme bereiten. Wann auch immer ein neues Buch von einem meiner Lieblingsautoren erscheint, treten erst einmal alle anderen Bücher in den Hintergrund. Ich stürze mich dann mit allem was ich habe auf das neue Buch und genieße ganz in Ruhe, was mir der Autor dieses Mal zu bieten hat.

Stimmt die Chemie zwischen einem Autoren und mir irgendwann nicht mehr, kann es ganz schön schmerzhaft sein sich das einzugestehen und die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen, aber auch das gehört irgendwie zum Leben eines Lesers hinzu, solange es nicht allzu häufig vorkommt, kann ich damit leben. Aber am liebsten ist es mir natürlich, wenn auch noch Jahre nach dem ersten Kontakt meine Beziehung zu den Büchern eines bestimmten Autoren eine wundervolle bleibt.

Gibt es Autoren in eurem Leben, bei denen die Chemie stimmt und zwar von Anfang an?