Sonntag, 19. November 2017

Lesepausen tun mir gut

In den letzten Wochen hatte ich viel zu tun, mein Gehirn hatte alle Mühe die Informationen, die auf es eingeprasselt sind, sinnvoll zu verarbeiten (hat nicht immer geklappt). Da war es zum Teil ganz nett im Zug mal nicht zum Buch zu greifen, das ich natürlich dabei hatte, sondern lieber etwas Musik zu hören und dabei aus dem Fenster zu schauen. An manchen Tagen legte ich das Buch nach wenigen Seiten wieder weg, von der Geschichte blieb zu wenig hängen, der Kopf war voll, das Lesen machte keinen Sinn. 

Die Zeit im Zug ist eine meiner Hauptlesezeiten, deswegen stört es mich auch wenig am Tag über zwei Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Diese Zeit zum Lesen nicht zu nutzen, hat sich für mich zunächst nicht gut angefühlt, aber ich habe schnell eingesehen, dass mein Gehirn von Zeit zu Zeit eine Pause braucht, auch von Büchern. 

Denn ansonsten werde ich den gelesenen Büchern nicht gerecht, kann mich nicht so vollständig auf sie einlassen, wie ich es möchte. Daher ist es ganz im Sinne des Buchs manchmal nicht zu lesen, dem Gehirn nicht noch mehr neue Eindrücke zuzumuten. 

Nichts zu lesen kann also auch sehr nett sein. Ich würde Lesepausen sogar als eine gesunde und vernünftige Maßnahme bezeichnen, schlecht muss man sich deswegen nicht fühlen. 

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Montag, 16. Oktober 2017

Auf meinen Bücherregalen | In Versform geschrieben


Vor kurzem habe ich mal wieder in drei Bücher geschaut, die ich vor einigen Jahren gelesen habe. Das Besondere an ihnen ist, dass sie in Versform geschrieben sind. Jugendbücher in diesem Stil sind vor allem von Autorinnen wie Ellen Hopkins bekannt. 

Ich weiß noch, wie ich vor Jahren der ganzen Sache skeptisch gegenüberstand. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mir eine moderne Geschichte in Versen geschrieben zusagen würde. Vor allem da ich mit allzu außergewöhnlichen Schreibstilen oft Probleme habe. Und mir war schnell klar, dass diese Bücher sehr oft hochemotional, dramatisch und tragisch sind, dass sie regelmäßig die Herzen ihrer Leser brechen, auch das hat mich abgeschreckt. Denn ihr kennt mich, all zu viel Herzschmerz will ich beim Lesen nicht ertragen müssen. 

Dann bin ich aber glücklicherweise auf Bücher gestoßen, die in Verseform geschrieben und gleichzeitig nicht zu dramatisch angelegt sind. Diese Kombination hat sich für mich als überraschend gelungen herausgestellt, die drei Bücher im Post gehören zu meinen Lieblingen aus dem Bereich der Jugendromane. Bei den Büchern handelt es sich um 


Erwachsen werden, Familie und erste Liebesbeziehungen stehen im Fokus der drei Romane. Die Gefühle und Probleme der Protagonisten werden ungeschönt dargestellt, dadurch sind die drei Geschichten emotional und mitreißend. Auf ein Happy End braucht man trotzdem nicht verzichten, das ist mir persönlich wichtig. 

Die Reduktion der Anzahl der Wörter, der Fokus auf das Wesentliche macht diese Bücher so intensiv und interessant. Man merkt plötzlich, mit wie wenigen Wörtern eine gute und intensive Geschichte erzählt werden kann. 

Wer noch nie einen in Versform geschrieben modernen Roman gelesen hat, dem rate ich es mal zu wagen, es könnte spannend und berauschend sein. Listen mit Romanen in Versen findet ihr z.B. hier und hier

Kennt ihr moderne in Versform geschriebene Romane? Welche gehören zu euren Lieblingen?

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Samstag, 14. Oktober 2017

Es war an der Zeit das Buch abzubrechen | Kingdom of Ash and Briars


In den letzten Wochen habe ich "Kingdom of Ash and Briars" von Hannah West gelesen, so richtig weitergekommen bin ich aber nicht. Ein paar Seiten hier und da, zu mehr hatte ich nie Lust. Am Schreibstil der Autorin lag das übrigens nicht, dieser war angenehm und unspektakulär, vielmehr hat mein altbekanntes Problem mit Fantasy-Welten wieder zugeschlagen. Nur die wenigsten fantastischen Welten können mich faszinieren, zumindest war das in den letzten drei-vier Jahren so. Es zog und zieht mich extrem zu zeitgenössischen Büchern hin. 

Bis auf wenige Ausnahmen haben mich Fantasy-Bücher in den letzten Jahren kalt gelassen, oft konnte schon die Kurzzusammenfassung kein Interesse wecken und ich habe erst gar nicht zu dem Buch gegriffen. Bei "Kingdom of Ash and Briars" war das interessanterweise anders. Die Kurzzusammenfassung hörte sich richtig gut an, auch der Textauszug konnte überzeugen, daher habe ich mir das Buch gekauft. Und ich war vor dem Lesen auch wirklich guter Dinge und bin mit einer positiven Grundeinstellung an die Geschichte herangegangen. Ich freute mich darauf, dass endlich mal wieder ein Fantasy-Roman für mich gut funktionieren würde. 


Beim Lesen selbst verflog die Vorfreude dann aber leider sehr schnell. Ich kam nie in einen guten Lesefluss, schon auf den ersten Seiten fühlte sich das Lesen wie Arbeit an. Die Welt der Autorin war sicherlich interessant, konnte mich aber nur stellenweise faszinieren. Der Großteil der Handlung lief an mir vorbei, am Großteil des Weltenentwurfs hatte ich wenig Interesse. 

Und nachdem ich dem Buch in den letzten Wochen immer und immer wieder eine Chance gegeben habe, war es nun heute an der Zeit es endgültig zur Seite zu legen, ich habe schlicht keine Lust mehr mich Seite zu Seite durch das Buch zu arbeiten. Ich will wieder ein Buch lesen, dass mich fasziniert, zum Lachen und Schmunzeln bringt, das mich so gut unterhält, dass ich die Zeit vergesse, dass ich fast vergesse an der richtigen Station aus dem Zug auszusteigen. 

Als schlechtes Buch wurde ich die Geschichte von Hannah West nicht bezeichnen, vielmehr als nicht passend für mich. Es wäre mal interessant zu hören, was ein eingefleischter Fan von jugendlichen Fantasy-Romanen zu dem Buch zu sagen hat. Falls jemand von euch das Buch schon gelesen hat, würde ich mich über eure Eindrücke sehr freuen. 

Welches Buch habt ihr als letztes abgebrochen? Und warum?


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