Samstag, 20. Mai 2017

Oil and Honey: Gut informiert und zugleich hervorragend unterhalten


Ein weiteres Sachbuch, das mich in der letzten Zeit begeistern konnte, ist "Oil and Honey" von Bill McKibben. Das Buch fast einige Arbeit- und Lebensjahre des Autoren zusammen und vor allen seinen Kampf gegen die Keystone XL Pipeline.

Aber die Geschichte dreht sich eben nicht nur um McKibbens Kampf gegen die Pipeline und die scheinbar übermächtige Ölindustrie, eingestreut werden immer mal wieder Geschichten über die Bienen eines Nachbarn und das beschauliche, ruhige Leben auf dem Land. Im krassen Gegensatz dazu scheinen McKibbens Auftritte, Touren und Protestaktionen zu stehen, und doch passt alles perfekt zusammen und zeichnet ein rundes Bild. Mich hat das Buch auf eine faszinierende Reise mitgenommen, eine Reise, die mich unterhalten, informiert und motiviert hat.

McKibben ist Autor und Umweltaktivist zugleich, durch das Buch "The end of nature" ist er vor Jahren bekannt geworden. Sein klarer, kraftvoller Schreibstil lässt einen ganz nah am Geschehen dabei sein. Lässt einen mitfiebern, hoffen und leiden. Beim Lesen unbeteiligt zu bleiben war mir nicht möglich. Und genau dadurch zeichnet sich in meinen Augen ein gutes Sachbuch mit aus, daher habe ich mir "The end of nature" bereits als Hörbuch gekauft und lausche schon fleißig, ein weiteres Buch von McKibben will ich lesen.

Wer Bücher rund um Umweltthemen mag, dem kann ich "Oil and Honey" wärmstens empfehlen. Das Buch hat so ziemlich alles, was ein gutes Sachbuch in meinen Augen haben sollte. 

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Dienstag, 9. Mai 2017

Ein kraftvolles Buch, das zum Nachdenken anregt


Wenn ich Sachbücher lese, dann hoffe ich auf verschiedene Dinge, eins davon ist, dass ich zum Nachdenken angeregt werden will. Und genau darauf habe ich auch gehofft, als ich das neue Buch von Chimamda Ngozi Adichie

Dear Ijeawele, or a feminist manifesto in fifteen suggestions

gekauft und dann natürlich auch gelesen habe.

Das Buch entstand als eine Antwort auf eine Bitte, eine Freundin Adichies bat um Ideen für die Erziehung eines Kindes, eine Erziehung die einem Mädchen helfen soll eine starke Persönlichkeit zu werden, eine Feministin. Die überarbeitete Form dieser Vorschläge liegt nun als Buch vor. 

Ich kannte Adichie bisher nur von ihren zwei TED-Auftritten und einem Interview, dabei haben mich vor allem ihre klare und kraftvolle Sprache beeindruckt. Und genau diese habe ich auch im Manifesto wiedergefunden. 

Das schmale Büchlein liest sich schnell und ohne Probleme, sehr klar und kraftvoll formuliert die Autorin ihre Gedanken. Das Buch liest sich, als wäre man selbst die Freundin, die Adichie um Rat bat, diese persönliche Note hat mir sehr gut gefallen. Teils wird speziell auf die nigerianische Kultur eingegangen, doch lässt sich eigentlich fast alles auch auf andere Gesellschaften übertragen, egal ob es um Schönheitsideale oder das Annehmen des Nachnamen des Mannes nach der Hochzeit geht. 

Alle 15 Vorschläge haben eins gemeinsam: Sie haben mich zum Nachdenken gebracht, teils direkt beim Lesen, teils später. Sie haben sich zum Teil tief in meinen Gedanken festgesetzt, sie sorgen dafür, dass ich vermehrt auf meine Alltagssprache achte. Darauf, wie ich welche Wörter einsetze, ob ich nicht selbst auch eine abwertende Sprache verwende, die sich negativ auf Mädchen, aber auch auf Jungen auswirken könnte. 

Ein gutes Sachbuch bringt mich dazu bei mir selbst anzufangen, nicht bei anderen nach Fehlern zu suchen. Und genau das hat Adichies Werk in Perfektion erreicht, daher bin ich sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe und kann mir gut vorstellen, es an (werdende) Eltern als Anregung zu verschenken. Auch freue ich mich schon auf mehr von der Autorin. 

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Dienstag, 2. Mai 2017

Lesemonat April 2017: Oh du wunderbarer Monat!


Mein Lesemonat April fing sehr langsam an, bis zum 08. April hatte ich zwar ein paar eBooks angefangen zu lesen, doch begeistern konnte mich keins. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Hoffnung auf einen richtig guten Monat eigentlich schon aufgegeben. Doch dann kam der Monat und auch ich so richtig in Fahrt. 

Gleich mehrere wunderbare Liebesromanen machten mich zu einem sehr glücklichen Leser. Ja, hier und da zog ich auch mal eine Niete, diese konnte ich aber leicht verschmerzen. 

Und so habe ich im April 2017 nicht nur eine gute Anzahl an Büchern gelesen, sondern blicke auch mit Freude auf den Monat zurück. Auch weil ich endlich ein paar ältere eBooks gelesen habe. 

Im April 2017 gelesen

Sterne stehen für Bücher, die mir gefallen haben, aber nicht perfekt waren. Die Herzen für Bücher, die mir sehr gut gefallen haben. Die Links führen euch zu meinen Rezensionen auf About Happy Books

Wie ihr sehen könnt, habe ich gleich fünf Bücher als Lieblinge markiert, bei allen Büchern hätte ich auch locker noch weitere Herzchen dranhängen können. Denn sie waren fast perfekt und haben mir sehr viel Freude bereitet. 

Zusätzlich waren noch vier gute Bücher dabei, insgesamt gab es also neun kleine und große Lesehöhepunkte, das hatte ich schon länger nicht mehr. Da kann ich leicht verschmerzen, dass ein Teil der anderen Bücher ziemlich mies war, vor allem ein Teil der eBooks. 

Gut gelaunt starte ich in den Lesemonat Mai, auf dass wir alle viele gute Bücher lesen werden.

Wie war dein Lesemonat April 2017?

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